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Orthopädie - Unfallchirugie - Sportmedizin


Dr. med. Stefan F. Pfrengle & Kollegen
Praxis und Ambulantes OP-Zentrum

Orthopädie - Unfallchirurgie - Sportmedizin - D-Arzt

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Knie: Meniskusriss

Ein Meniskusriss ist eine strukturelle Verletzung einer der beiden halbmondförmigen Knorpelscheiben, die sich zwischen Oberschenkelrolle und Gelenkfläche des Unterschenkels (Tibiaplateau) befinden. Knorpel hat vor allem im Erwachsenenalter nur noch einen sehr schwachen Stoffwechsel, weswegen Knorpelschäden nicht mehr heilen. Der Knorpel verliert an Flüssigkeit, somit an Elastizität, er wird spröde (degeneriert). Damit verliert er auch seine Pufferungseigenschaft. Wird degenerativ veränderter Knorpel über die Maße seiner Belastbarkeit belastet, kann er einreißen. Dazu ist nicht unbedingt ein Unfallereignis (z.B. Verdrehtrauma beim Sport) notwendig. Ein vorgeschädigter Meniskus kann auch z.B. beim Aufstehen aus der tiefen Hocke, beim schnellen Treppenlaufen oder beim unglücklichen Absteigen vom Fahrrad einreißen. Natürlich kann auch ein gesunder Meniskus einreißen, wenn er im Rahmen eines Unfalles unter erhöhten Druck oder Zug kommt. Da der Innenmeniskus mit dem Innenband verwachsen ist, ist er weniger mobil und kann deshalb stärkeren Belastungen nicht so gut ausweichen. Die Statistik zeigt, dass Innenmeniskusverletzungen deutlich häufiger auftreten als Verletzungen des Außenmeniskus. Der Meniskus wird anatomisch in 3 Teile unterteilt:

  • Vorderhorn: vorderes Drittel
  • Pars intermedia: mittleres Drittel
  • Hinterhorn: hinteres Drittel

Ferner unterscheidet man die Meniskussubstanz in Abhängigkeit ihrer Durchblutung noch in:

  • Rote Substanz (1): Kapselnahes Meniskusgewebe mit Blutgefäßen und relativ guter Durchblutung , relativ gutem Stoffwechsel
  • Rotweiße Substanz (2): nur mäßige Durchblutung, mäßiger Stoffwechsel
  • Weiße Substanz (3): Kapselfernes Meniskusgewebe ohne Durchblutung, geringer Stoffwechsel


Kreuzbandplastik

Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist die häufigste Bandverletzung des Kniegelenkes. Ein solcher Riss verursacht eine Instabilität. Diese Instabilität führt dazu, dass sich die Knochen des Kniegelenkes gegeneinander in Richtungen verschieben lassen, die bei einem gesunden Knie nicht möglich sind. Dadurch wirken auf Knorpel und Menisken pathologische (krankhafte) Belastungen, die zu Knorpel- (Arthrose) und Meniskusschäden führen.
Wissenschaftliche Studien ergaben, dass Patienten nach Riss des vorderen Kreuzbandes zu 80% innerhalb von 5 Jahren zusätzlich einen Meniskusriss erleiden.
Aus diesem Grund sollte das VKB in der Regel ersetzt werden.